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Autoimmun Diagnostik

Autoimmunerkrankungen sind in der Regel chronisch entzündliche Reaktionen bei denen das Immunsystem Antikörper gegen körpereigene Substanzen bildet. Diese entzündlichen Reaktionen können zu Schäden an den betroffenen Organen führen. Der irrtümliche Angriff des Abwehrsystems setzt sich ohne Behandlung in der Regel lebenslang oder bis zur vollständigen Zerstörung der Zielstruktur fort.

Warum Autoimmunerkrankungen entstehen ist trotz intensiver Forschung bis heute nicht bekannt. Anerkannte Hypothesen gehen davon aus, dass Autoimmunerkrankungen durch genetische Veranlagung in Kombination mit äußeren Einflüssen erworben werden. Besitz ein Mensch eine genetische Prädisposition und kommen darüber hinaus ungünstige Umweltfaktoren wie zum Beispiel starker Stress, Infektionen oder Schwangerschaft hinzu, kann es zum Ausbruch von Autoimmunerkrankungen kommen (bad luck and bad genes).

Zielstruktur der Autoimmunreaktion kann ein bestimmtes Organ oder der ganze Körper (mehrere Organe und Gefäßsystem) sein. Mischformen mit mehreren Autoimmunerkrankungen sind nicht selten.

Allgemein kann man Autoimmunerkrankungen in drei Gruppen aufteilen:
- Organspezifische Erkrankungen: Erkrankungen, bei denen spezifische Organe (Gewebestrukturen) vom Immunsystem angegriffen werden.
- Systemische oder nicht-organspezifische Erkrankungen: Systemisch-entzündliche rheumatische Erkrankungen wie Kollagenosen, die fünf bis zehn Prozent der Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises ausmachen
- Intermediäre Erkrankungen: Dies sind Mischformen oder Übergangsformen bei denen eine breite Immunantwort ausgelöst wird.